Fettabsaugung

 

Sehr verehrte Dame, sehr geehrter Herr,

Sie erwägen eine Operation zur Entfernung hartnäckiger, überschüssiger Fettablagerungen mit der Methode der Aspirationslipektomie (Absaugung von Unterhautfettgewebe, auch bekannt als Liposuktion).
Sie haben sicherlich eine Reihe von Fragen zur Operation. Diese Information wird Ihnen in groben Zügen die Methode der Aspirationslipektomie erläutern. Darüber hinaus erfahren Sie, was vor und nach der Operation zu beachten ist.

Bitte bedenken Sie, dass diese Übersicht nur sehr allgemein gehalten sein und damit als erste Information zur individuellen Behandlung Ihrer Wünsche dienen kann. Die eingehende Beratung durch einen Arzt unserer Abteilung kann und soll sie selbstverständlich nicht ersetzen.

Wie finde ich den geeigneten Arzt?

Eine gute Ausbildung zum Facharzt für Plastische Chirurgie und spezielle Erfahrung auf dem Spezialgebiet der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie ist eine Grundvoraussetzung, die der Arzt erfüllen muss. Zudem sollte der Arzt eine Person sein, zu der Sie Vertrauen haben, da dies die unabdingbare Basis für eine harmonische Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient bildet.
Ihrerseits ist es wichtig, Klarheit darüber zu besitzen, was genau Sie an Ihrem Aussehen stört und welche Veränderung Sie von der Behandlung erwarten.

 


Kongressbeitrag VDPC 2002:

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Vibrationsliposuction –schneller, bequemer und schonender als andere Aspirationsverfahren - Eigene Erfahrungen

 Die Liposuction als eines der häufigsten plastisch-chirurgischen Eingriffe hat seit ihrer Einführung in den Siebzigern viele neue Entwicklungen erfahren, vorrangig mit dem Ziel, den Operateur zu entlasten und die Sicherheit und das ästhetische Ergebnis für den Patienten zu optimieren. In Rahmen dieser Fortschritte stellen wir unsere Ergebnisse der elektrisch oder pneumatisch unterstützten Fettabsaugung vor. Dieses Verfahren ermöglicht es, die Vorteile der Ultraschall-unterstützten Lipoaspiration (UAL) mit der Schnelligkeit der mechanisch superfiziellen Lipoaspiration, bei gleichzeitiger Schonung der Haut vor Verbrennungen, zu verbinden.

In den vergangenen 24 Monaten / 1999 - 2001 ) haben wir insgesamt 142 Patienten in den Bereichen der Oberarme, Brust, Ober- und Unterbauch, Hüfte, Oberschenkelinnen- und außenseite bei lokalisierter Adipositas oder Zustand nach Gewichtsreduktion mit stabilem Gewicht, sowie Gynäkomastien mit dieser Technik operiert.

Hierbei zeigte sich, insbesondere bei Re-Liposuctionen mit Vernarbungen oder bei vermehrt drüsigen Gynäkomastien, ein deutlicher Gewinn an Chirurgen-Komfort und Minderung der Gewebetraumatisierung. Der Vorteil der Möglichkeit der oberflächlichen, superfiziellen Fettabsaugung mit feinen Kanülen ist im Vergleich zur Ultraschalltechnik ein großer Zugewinn. Die Präzision der Absaugung lässt sich insbesondere dadurch steigern, dass keine schnellen manuellen Bewegungen mehr erforderlich sind, sondern eher Einzelstellen durch Belassen der Kanülenspitze im Zielgebiet bearbeitet werden können. Durch die zusätzliche mechanische Eigenarbeit der Kanüle lässt sich zudem der Absaugdruck auf minimale Werte von 0,2 – 0,3 bar reduzieren, was erheblich geringere Gewebetraumatisierung bedeutet. Wir sahen in vergleichbaren Fällen einen Zeitvorteil von etwa 20%, bei deutlicher Reduktion der körperlichern Anstrengungen für den Operateur.

Unterschiede zwischen der elektrischen und pneumatischen Unterstützung sahen wir im wesentlichen im Bedienungskomfort: Während die elektrische Methode durch Wärmeentwicklung im Handstück störte, war bei der pneumatischen Technik eher die Vibration in der Hand unangenehm. Der Hub und die Kraft überzeugten bei der pneumatischen Apparatur eher. Bei Operationen in Lokalanästhesie wurde die begleitende Vibration als eher angenehm empfunden.

Der postoperative stationäre Aufenthalt von max. 48 Std. gestaltete sich bei den meisten Patienten als schmerzfrei, sehr häufig berichteten Patienten über einen ausgeprägten „Muskelkater“ im Bereich der Absaugung.  Komplikationen wie größere Blutungen, Hämatome, punktionswürdige Serome oder Nervenschädigungen traten nicht auf. Auch auffällige Konturunregelmäßigkeiten oder Dellenbildungen sind bislang nicht zu beobachten.

Das ästhetisch gute Ergebnis, die daraus resultierende hohe Patientenzufriedenheit und die deutliche Verminderung der physischen Anstrengung bestätigen unser fortwährendes Interesse an dieser für den Chirurgen bequemen und Patienten weniger schmerzhaften Methode.