Der DIEP-Lappen

ist das dritte Standardverfahren für die Brustrekonstruktion mit Eigengewebe. Wie bei der TRAM-Lappen- Methode, wird auch hier Spendergewebe aus dem Unterbauch verwendet. Der einzige Unterschied zur TRAM-Lappen-Methode liegt im Umfang des entnommenen Gewebes. Der DIEPLappen (DIEP = Deep Inferior Epigastric Perforator) hat keine Bauchmuskelanteile. So bleibt die Struktur der Bauchwand erhalten und wird nicht geschwächt. Allerdings wird dieser Vorteil gegenüber der TRAM-Methode durch eine längere Operationszeit „erkauft“. Bei dieser Methode wird lediglich das Unterbauchfettgewebe mit dem Hautstück zur Brustregion verlagert und im Bereich der Brustwand an die neue Venen- und Arterienversorgung angeschlossen. Anschließend formt der Operateur den Lappen entsprechend der gesunden Brust.

Der DIEP-Lappen stellt eine Weiterentwicklung der TRAM-Lappen-Methode dar. Da ein trainierter Bauchmuskel als „Gegengewicht“ für die Wirbelsäule gilt, sollte vor allem bei Problemen mit der Wirbelsäule die DIEP-Lappen-Methode angewendet werden.

Sowohl bei der TRAM- als auch der DIEP-Lappen-Technik sind meist keine Brustimplantate erforderlich. Ist die Patientin jedoch sehr schlank und besitzt keinen Fettgewebe- und Hautüberschuss, kann ein kombiniertes Verfahren mit Gewebevordehnung und Brustimplantat angewendet werden.